Der Musische Zweig

Das Fach Musik im musischen Zweig

Als einziges Gymnasium in der Region bietet das Jean-Paul-Gymnasium – in Kooperation mit den Hofer Symphonikern – eine musische Ausbildungsrichtung an, bei der Musik Kernfach mit drei Wochenstunden ist, d. h. mit einer Stunde kostenlosem Gruppenunterricht (bis zu 3 Schüler) im gewählten Pflichtinstrument und zwei Stunden Klassenunterricht. Der Instrumentalunterricht als wichtiger Bestandteil des musischen Zweiges wird größtenteils von Mitgliedern der Hofer Symphoniker und Lehrkräften der Musikschule erteilt. Dadurch steht – anders als an jedem anderen bayerischen Gymnasium mit musischer Ausbildungsrichtung – für die Wahl des Pflichtinstruments ein äußerst umfangreiches Angebot zur Verfügung. Allerdings kann die Schule den Instrumentalunterricht nur im Rahmen der vorhandenen Lehrerkapazitäten einrichten, so dass die Wahl eines bestimmten Instruments keinen Anspruch auf das Instrument im kostenlosen Unterricht begründet. Anstelle des schulischen Gruppenunterrichts besteht somit auch die Möglichkeit des selbstfinanzierten Privatunterrichts. Privatschüler zeigen ihre Fortschritte im Instrumentalspiel in regelmäßigen Abständen durch ein kurzes Vorspiel vor dem Musikklassenlehrer. Die Gesamtnote im Fach Musik wird zu gleichen Teilen aus den beiden Bereichen Klassenunterricht (inklusive Gesang) und Instrument gebildet. Im Bereich Klassenunterricht setzen sich die Leistungsnachweise je zur Hälfte aus einer Schulaufgabe pro Schulhalbjahr sowie den kleinen Leistungsnachweisen (Stegreifaufgaben, Präsentationen, Unterrichtsbeiträge u.a.) und Gesang zusammen. Der Bereich Instrument setzt sich aus den drei gleichgewichteten Teilbereichen Instrumentalspiel vor der Klasse (benotet durch den Klassenmusiklehrer), Gruppenvorspiel im Instrumentalunterricht und Unterrichtsbeiträge zum Instrumentalunterricht (jeweils benotet durch den Instrumentallehrer mit Ausnahme von Privatschülern) zusammen.

Voraussetzungen für die Wahl des Musischen Gymnasiums sind Freude an der Musik, Freude am Singen und die Bereitschaft, mit kontinuierlicher Arbeit ein Instrument zu erlernen. Dazu ist es auch unabdingbar notwendig, dass dem Schüler zu Hause ein angemessenes Instrument zu Übungszwecken zur Verfügung steht. Vorkenntnisse im Instrumentalspiel sind dabei nicht zwingend erforderlich.

Die Schule kann folgende Pflichtinstrumente zulassen:

Ab Jahrgangsstufe 5:
Klavier, Orgel, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Querflöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, klassische Gitarre.

Ab Jahrgangsstufe 8 zusätzlich als Ersatz für das bisher erlernte Pflichtinstrument:
Cembalo, Blockflöte (Sopran- und Altflöte), Tenorhorn, Bariton, Euphonium, Tuba, Laute, Mandoline, Harfe, Perkussion (mit Mallet-Instrumenten), Akkordeon (MIII), Hackbrett, Zither.

Die ab Jahrgangsstufe 8 wählbaren Pflichtinstrumente können auf Antrag der Erziehungsberechtigten bereits ab Jahrgangsstufe 5 zugelassen werden. Bei Akkordeon ist der Beginn mit MII möglich, wenn spätestens in Jahrgangsstufe 8 auf MIII gewechselt wird.
Über die Zulassung entscheidet die Schulleitung im Benehmen mit der Fachschaft Musik.

Wenn ein Wechsel des Instruments zum folgenden Schuljahr gewünscht wird, ist der Antrag durch die Erziehungsberechtigten so rechtzeitig zu stellen, dass die Schulen dies bei der Erstellung der Vorläufigen Unterrichtsübersicht berücksichtigen können. In dem Antrag sind Kenntnisse auf dem entsprechenden Instrument nachzuweisen (z. B. durch mehrjährigen Unterricht), die je nach Jahrgangsstufe denjenigen in den seit Jahrgangsstufe 5 unterrichteten Instrumenten entsprechen. Die Musiklehrer der Schule stellen dann in einer Prüfung fest, ob der Schüler/die Schülerin auf diesem Instrument zugelassen werden kann.

Die Vermittlung der musikalischen Unterrichtsinhalte erfolgt in vertiefter und erweiterter Form und vollzieht sich in allen Jahrgangsstufen grundsätzlich auf den drei eng miteinander vernetzten Themenschienen:

  • Musik und Praxis
  • Musik im Kontext
  • Musik und ihre Grundlagen