Projekte und Fahrten

Leichtbauprojekt mit der Hochschule Hof

Am vergangenen Freitag, am 17. Juni, war ein Studententeam der Hofer Hochschule am JPG zu Gast und führte mit den Schülerinnen und Schülern unserer beiden neunten Klassen ein Projekt zum Thema "Leichtbau" durch. Nach einer Einführung in Theorie und Anwendung des Leichtbaus, bei der es viele Bilder und etliche kurze Filme zum Thema zu sehen gab, konstruierten die Schüler in kleinen Teams möglichst belastbare Brücken aus höchstens zehn Schreibpapierblättern. Beim anschließenden Test mussten ihre federleichten Bauwerke ein Gewichtstück von 500g tragen können, 30cm Spannweite überbrücken und ein Spielzeugauto sicher darüber fahren lassen. Dies zeigte die jeweiligen Stärken und Mängel sofort auf und nicht jede Brücke erfüllte die in sie gesetzten Erwartungen. Die Siegerbrücke hielt bei 40g Eigengewicht jedoch einer Belastung von über 2kg stand!
Im zweiten Teil der Projektarbeit führten die Schüler in Zweier oder Dreierteams weitere physikalische Experimente selbständig durch, darunter der Bau einer sogenannten "Leonardo-Brücke".
Nachdem die Schülerteams ihre Ergebnisse den anderen präsentiert hatten, stellten die Studenten den Neuntklässern in einem letzten Abschnitt mit Filmen und Vorträgen noch verschiedene technische Berufsfelder und Ausbildungswege vor. Vor ihrer Rückfahrt konnten sich die drei Studenten noch je ein paar Original Jean-Paul "Abischerz-Bratwürste" schmecken lassen, denn der traditionelle Abischerz fand just an diesem Freitagmittag statt.

Licht-Spiele in Jena

Am Mittwoch, 23. September 2015, konnten die Oberstufenschüler des W-Seminars Physik zusammen mit Herrn StD Ansorg viele spannende optische Erscheinungen direkt unter die Lupe nehmen. Die Universität Jena zeigte zum „Internationalen Jahr des Lichts“ eine sehr umfangreiche und hochkarätige Ausstellung zum Thema. Es gab über 30 sehr gut dokumentierte Aufbauten und Versuche zu Gebieten wie Polarisation, Wellenoptik, Mikroskopie und Laser. Unter anderem war auch ein Solarmobil zu sehen, das von Studenten der Universität Bochum entwickelt wurde und das bei Autobahngeschwindigkeit etwa 800 km Strecke schaffen kann, dies zumindest bei Sonnenschein. Kundige Physikstudenten betreuten diese vielen Präsentationen und sie führten auch gerne durchaus intensivere Gespräche mit den Schülern. Zusätzlich wurden den ganzen Tag gut verständliche Vorträge von Professoren verschiedener Hochschulen angeboten, beispielsweise über die Grundlagen des Lasers, über den Regenbogen oder Photonen. Eine Wissenschaftsshow mit allerhand Slapstick-Einlagen rundete diesen langen Tag ab, der für unsere Q11-er der erste Besuch an einer Universität darstellte.

Physikhilfe auf dem Computer am Jean-Paul-Gymnasium

Manchmal wünscht man sich als Schüler, dass man das im Unterricht Gesehene und Gehörte später noch einmal kurz auffrischen könnte, etwa in der Vorbereitung auf eine Prüfung. Auch wenn es im Internet mittlerweile viele Hilfen in dieser Richtung gibt, so ist es doch auffallend schwer, etwas zu finden, das gut verwertbare Informationen liefert. Am Jean-Paul-Gymnasium in Hof ist in den vergangenen Monaten in diesem Bereich Vielversprechendes entstanden.

Der Elektronenstrahl leuchtet intensiv blau. Wenn der Lehrer die Spannung hochdreht, dann sieht man, wie sich der Strahl zunehmend krümmt und nun keinen geraden Verlauf mehr hat. Die große Holzkugel schwingt durch eine Lichtschranke, nachdem sie von einem Podest freigelassen wurde und man sieht, wie ihre Geschwindigkeit gemessen wird. Radioaktive Präparate bringen einen Geigerzähler zum Knacken und je nachdem, was man davor hält, sieht man, wie viel von der Strahlung absorbiert wurde. Das alles sind interessante Versuche, wie man sie im Physikunterricht gesehen hat - und dann vielleicht wieder vergessen hat.

Prof. Dr. Wolfgang Richter, Dozent für Mathematik, Physik und Software-Engineering an der Hochschule Hof entwickelte in einem externen Projekt zusammen mit Physikfachbetreuer StD Stefan Ansorg vom Jean-Paul-Gymnasium eine Anzahl von Lernvideos, in denen wichtige Inhalte aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht zusammen mit den einschlägigen Experimenten dargestellt werden. Die Physik wurzelt ja in ihren Experimenten, in den „Fragen an die Natur“, aus denen alle wichtigen Erkenntnisse gewonnen werden. Daher wurden einige im Unterricht der einzelnen Jahrgangsstufen wichtige Versuche ausgewählt, kameratauglich mit den an der Schule vorhandenen Mitteln aufgebaut und dann ihre Durchführung abgefilmt. Dazu entstand zu jedem Versuch ein Erklärungsteil mit vielen Grafiken, der auch sprachlich vorgetragen wird. Eigenartigerweise gibt es ja bisher in der großen Welt des Internets nur relativ wenige Realexperimente, die man als Film dort ansehen kann.

„Es sollte eine Mischung aus dem früheren Telekolleg im Fernsehen und heutigen Darstellungsformen werden, kürzer als eine Unterrichtsstunde, aber lange genug, um auch alles Wichtige unterzubringen“, so Prof. Dr. Richter zu den Zielen seines Projekts. „Wir stellen die Beiträge innerhalb der Plattform „Youtube“ zur Verfügung und es ist daran gedacht, diesen Anfang mit der Zeit immer mehr zu erweitern.“ Weitere Versuche gibt es mehr als genügend, aber den Zeitaufwand für Aufbau, Filmen, Erklärungsteil und Erstellen des Videos darf man nicht geringschätzen. Da können pro 5-Minuten-Video leicht um die zwanzig Stunden vergehen. Als die Schülerinnen und Schüler des Jean-Paul-Gymnasiums die für sie entstandenen Filme erstmals zu Gesicht bekamen, als also gewissermaßen die Premiere dieser Filme stattfand, waren die Reaktionen jedenfalls durchweg positiv.

Auch Schulleiter OStD Dr. Markus Köhler zeigt sich begeistert von dieser zusätzlichen Möglichkeit für seine Schülerinnen und Schüler: „Auch bei uns am Jean-Paul-Gymnasium werden die Naturwissenschaften gepflegt und ich freue mich besonders, dass es unserer Fachschaft Physik unter der Leitung von Herrn Ansorg in Zusammenarbeit mit der hiesigen Hochschule und Prof. Dr. Richter gelungen ist, Versuche entstehen zu lassen, die wirklich den Schülern beim Verständnis und Verstehen von naturwissenschaftlich nicht immer ganz leichten Themen helfen können. Und, dass die Filme auf youtube stehen, bedeutet, dass die Versuche nicht nur den Jean-Paul-Schülern, sondern allen Schülern und Physik-Interessierten praktisch weltweit zur Verfügung stehen.“

Für alle Leser, die mehr wissen wollen: Bei http://www.youtube.de findet man unter dem Stichwort „jpg-physik“ und dem dazugehörigen Kanal die bereits veröffentlichten Versuche.

Sonnenfinsternis am JPG

Unter Leitung von Prof. Dr. Richter, Herrn Ansorg und dem Astronomie-Kurs hatten alle Schülerinnen und Schüler am Freitag, 20.3.2015, Gelegenheit klassenweise die beeindruckende Sonnenfinsternis zu beobachten.