In den Schulaufgaben wird das Wissen überprüft, das sich die Schüler über einen längeren Zeitraum angeeignet haben. Einen Schwerpunkt bei der Gestaltung der Schulaufgaben bildet der Stoff, der in den Wochen vor dem Prüfungstermin besprochen wurde. In den ersten vier Lernjahren handelt es sich dabei um die in dieser Zeit behandelten Lektionen des Lehrbuchs, ab der neunten Klasse um Sprache, Stil und Inhalte des zuletzt übersetzten Autors.

Grundsätzlich bestehen die Schulaufgaben aus einem Übersetzungs- und einem Aufgabenteil. Die Übersetzung schließt sich inhaltlich und sprachlich eng an die vorher behandelten Kapitel des Lehrbuchs bzw. an die vorher besprochenen Textausschnitte des römischen Autors an. Großer Wert wird darauf gelegt, dass die Schüler durch eine klare Überschrift und eine informative Einleitung auf die Hauptaussage des Übersetzungstexts hingeführt werden. Im Aufgabenteil werden vorher im Unterricht behandelte Grammatikthemen und Interpretationsergebnisse angesprochen. Die Aufgabenformen sind den Schülern durch entsprechende Übungen im Unterricht bekannt. Beispiele dafür finden Sie unter der Rubrik Übungsaufgaben.

Die Schulaufgaben werden mehrere Wochen vorher angekündigt. Etwa eine Woche vor dem Termin teilt der Lehrer ein für Schüler und Eltern bestimmtes Informationsblatt aus, in dem Stoff und Anforderungen genau beschrieben und die Methoden der Vorbereitung empfohlen werden.

In der drei ersten Lernjahren werden je vier, in den sich anschließenden Klassen drei Schulaufgaben gleichmäßig über das Schuljahr verteilt geschrieben.