Kompetenzorienteriung im Spanischunterricht

Dem erweiterten Kompetenzerwerb dienen zu jeder Phase des spätbeginnenden Spanischunterrichts bewährte Inhalte und Methoden. Im Einzelnen ergeben sich die folgenden Hauptkomplexe:

1. Kommunikative Fertigkeiten

Hörverstehen:

Die Lernenden können Anweisungen, Fragen und Informationen allgemeiner Art verstehen, aus Audio- oder Videoquellen zentrale Inhalte entnehmen sowie allgemeinen Redebeiträgen zu bekannten Themen folgen

Sprechen:

Die Schülerinnen und Schüler sind imstande, an einfach strukturierten Gesprächen über Themen des Alltags teilzunehmen und dabei Fragen zu stellen, Meinungen, Bitten oder Wünsche zu äußern sowie Stimmungslagen zu verbalisieren.

Außerdem sind sie in der Lage, Gegenstände und Routinen zu beschreiben, zentrale Aussagen von Texten in der Fremdsprache zusammenzufassen oder Arbeitsergebnisse vorzustellen.

Leseverstehen:

Der Unterricht versetzt den Spanischlernenden in die Lage, Gebrauchstexte und einfachere literarische Texte im Original kursorisch zu lesen und zu verstehen.

Schreiben:

Die Schülerinnen und Schüler können u.a. zentrale Aussagen eines Textes schriftlich fixieren, eigene Meinungen formulieren sowie einfachere Texte zu vorgegebenen Themen erstellen.

Mediation:

In zweisprachigen Situationen werden von den Schülerinnen und Schülern Inhalte zu nicht allzu schwierigen Themenkreisen mündlich oder schriftlich in der jeweils anderen Sprache wiedergegeben. Hierfür bieten sich auch vor dem Hintergrund der Begeisterung vieler Jugendlicher für moderne Medien vielerlei kommunikative Situationen an.

2. Sprachbeherrschung

Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich bei der Aussprache des Spanischen soweit an der sprachlichen Norm des „Hochspanischen“ (Kastilischen) oder einer hispanoamerikanischen Standardvariante, dass sie sich ohne Missverständnisse artikulieren können. Sie beherrschen Betonungs- und Akzentregeln, können demzufolge auch unbekannte Texte korrekt vorlesen und sich phonetisch an Lexikonangaben orientieren. Im Laufe ihres Lernprozesses eigenen sie sich einen Grundwortschatz an, der sie Alltagssituationen gut bewältigen lässt. Dabei schaffen sie sich einen Fundus von häufig erscheinenden Sprachmitteln und lernen, auch komplexere Inhalte mit den ihnen zur Verfügung stehenden  sprachlichen Möglichkeiten auf Spanisch darzustellen. Ausgehend von Kenntnissen anderer Fremdsprachen, vornehmlich des Lateinisch, verfügen die Schüler über einen gewissen passiven Wortschatz, der ihnen besonders beim Leseverstehen zugute kommt, aber auch das Hörverstehen unterstützt. Außerdem beherrschen sie die spanische Grammatik in ihren wesentliche Grundzügen und Strukturen.

3. Kulturelle Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler eignen sich genügend Kenntnisse an, um über vertraute Themen und alltägliche Lebensbereiche mit Spanischsprechern zu kommunizieren. Diese Kenntnisse erstrecken sich auch auf die Bereiche Geographie und Geschichte. Außerdem lesen sie mindestens ein kurzes literarisches  Werk im Original. Dies unterstützt sie dabei, ein gewisses Maß an interkultureller Kompetenz zu erwerben, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrem eigenen kulturellen Hintergrund und Spanien bzw. Lateinamerika  zu erkennen und Sensibilität und Toleranz beim Umgang mit Menschen aus diesen Gebieten zu entwickeln.