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BCP-Exkursion nach Bayreuth

Am schönen Morgen des 7. März 2018 stiegen die Teilnehmer des BCP-Kurses unter der Leitung von Frau Hartung in den Zug nach Bayreuth, um an einem Praktikum zur DNA-Analyse im Schülerlabor des Lehrstuhls für Didaktik der Biologie an der Universität Bayreuth teilzunehmen.

Geleitet wurde das Praktikum von Dr. Scharfenberg mithilfe der Unterstützung von seinen jungen sympathischen Biologiestudentinnen. Nach einer Zug- und Busfahrt fanden wir den Weg zum Biolabor und wurden von den Praktikumsleitern sowie einer weiteren Schülergruppe aus Coburg freundlich begrüßt. Gleich darauf folgte eine Einweisung in die Sicherheitsvorschriften. Laborkittel und Schutzbrillen gehörten zur Pflichtausstattung, die wir sogleich anzogen, um mit dem Experimentieren beginnen zu können. Nach einer kurzen Einführung in das Thema „genetischer Fingerabdruck“ sowie die Benutzung der Laborutensilien durften wir Laborgeräte wie die Zentrifuge oder Hochpräzisionspipetten während eines Einführungsversuches selbst nutzen und uns mit ihnen vertraut machen. Danach begannen wir, eine kurze Gen-Sequenz mit Hilfe der PCR-Methode zu vervielfältigen. Diese sogenannte Polymerase-Kettenreaktion funktioniert mithilfe kurzer DNA-Sequenzen, sogenannte Primer, die sich nach der Denaturierung durch Hitze an einer bestimmten Stelle eines DNA-Einzelstranges anlagern können. Von dort aus startet die Polymerase die Synthese des dazu passenden zweiten DNA-Stranges. Mithilfe eines Thermocyclers erhitzt und kühlt man diese Mischung in regelmäßigen Zyklen ab, um die Doppelstränge erneut zu denaturieren und anschließend die Reaktion wieder in Gang zu bringen. Diesen Vorgang wiederholt man so lange, bis man die gewünschte Menge DNA erhalten hat. Zuvor mussten wir allerdings noch einige Arbeitsschritte zur Herstellung der Mischung erledigen. Damit die Proben nicht durch unsere eigene DNA verunreinigt wurden, mussten wir mit Schutzhandschuhen besonders aufmerksam und vorsichtig arbeiten. Nach der Anfertigung der DNA-Proben stellten wir ein Gel aus Algen her, das dazu dient, die DNA sichtbar zu machen. In dieses wird die DNA hineingelegt und dann an eine Spannung angeschlossen. Die elektrische Ladung der DNA-Moleküle sorgt für eine langsame Bewegung durch das Gel. Anhand der zurückgelegten Strecke kann man die Länge der DNA-Stränge abmessen, sobald man sie unter UV-Licht sichtbar macht. Je kürzer sie sind, desto weiter sind sie vom Ausgangspunkt entfernt. Nach so viel anstrengender Laborarbeit legten wir eine Mittagspause ein und begaben uns in die Mensa, wo ein sehr leckeres Mittagessen auf uns wartete. Gut ausgeruht und gestärkt machten wir uns wieder an die Arbeit, schließlich wollten wir noch unsere eigene DNA aus der Mundschleimhaut sichtbar machen. Wieder folgten wir einer langen Anleitung und zahlreichen Arbeitsschritten, bevor wir unsere DNA unter UV-Licht zu Gesicht bekamen, denn sie musste erst aus dem Zellkern herausgeholt werden. Dieser Prozess dauerte einige Zeit, sodass wir in der Zwischenzeit als Abschluss dieses Seminars einen Ausblick über den Tellerrand bekamen, wozu diese aufwendigen Verfahren überhaupt verwendet werden, z.B. in der Kriminaltechnik oder in der Archäologie. Nach einem langen Tag voller spannender und neuer Erfahrungen traten wir den Heimweg an, doch nicht bevor wir einen Fragebogen ausgefüllt hatten, um den Wert dieses Praktikums zu beurteilen. Leider verpassten wir trotz großer Eile den Zug zurück nach Hof, weshalb wir noch eine kleine Auszeit am Bahnhof machten, bevor wir in den nächsten Zug einstiegen und etwas später als geplant in Hof ankamen.

Paula Masi, Katharina Lang und Michael Losch im Namen des BCP-Praktikums Q11


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