Veranstaltungen

Streiten mit Niveau beim Regionalfinale „Jugend debattiert“

Gerade in jüngster Vergangenheit erleben wir immer häufiger politische Debatten, sowohl im In- als auch im Ausland, die weder inhaltlich noch rhetorisch besonders überzeugen.

So versuchen Kontrahenten nicht selten, einen Mangel an Argumenten damit aufzuwiegen, dass sie ihr Gegenüber übertönen oder gleich gar nicht zu Wort kommen lassen. Die Debattenkultur nimmt so freilich Schaden und gerät in einen schlechten Ruf.

Dass es aber auch anders geht, zeigten am vergangenen Donnerstag, dem 22.02.18, wieder einmal die Schülerinnen und Schüler aus Oberfranken und Unterfranken-West beim Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ am Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium in Münnerstadt im Landkreis Bad Kissingen. Für das Jean-Paul-Gymnasium traten diesmal Tabea Neudert und Leonie Morawietz aus der Sekundarstufe eins sowie Jan-Philipp Eberle und Amélie Horn aus der Sekundarstufe zwei an, die sich alle vier kurz zuvor bereits über den Schulwettbewerb qualifiziert hatten.

In zwei Vorrunden debattierten die beiden Neuntklässler, ob in öffentlichen Grünanlagen Sportgeräte für die Allgemeinheit aufgestellt werden und ob Läden auch an Sonntagen öffnen dürfen sollten. Jan-Philipp Eberle und Amélie Horn setzten sich zeitgleich mit der Frage nach einem Diesel-Fahrverbot in stark belasteten Großstädten und genderneutralen Toiletten auseinander.

Alle vier Debattanten konnten mit zahlreichen schlagkräftigen Argumenten aufwarten und überzeugten durch ihr rhetorisches Geschick. Am Ende gelang Tabea Neudert dabei sogar der Sprung in die Finalrunde, in welcher sie sich in der für sie dritten Debatte am Tag für die Ausstattung der Videoüberwachung auf Bahnhöfen mit automatisierter Gesichtserkennung aussprach. Hierbei betonte sie u.a. deren Mehrwert für die Fahndung nach Terroristen oder das Gefühl der subjektiven Sicherheit für Bahnreisende, während die Gegenseite v.a. datenschutzrechtliche Bedenken anführte und den Kostenfaktor hervorhob.

Schlussendlich erreichte Tabea Neudert einen guten vierten Platz, mit dem sie als Ersatzkandidatin am 16. April das Jean-Paul-Gymnasium beim Landesfinale in München vertreten wird.

Auch wenn es nach drei Jahren „Jugend debattiert“ zum ersten Mal keiner der vier Kandidaten unter die ersten zwei geschafft hat, so können alle Teilnehmer stolz sein auf das, was sie geleistet haben. Schlussendlich ist das Jean-Paul-Gymnasium die erste Schule, die seit Beginn ihrer Teilnahme bei „Jugend debattiert“ 2014 tatsächlich jedes Jahr nach München fahren durfte.

Ein herzliches Dankeschön gilt abschließend den Ersatzkandidaten Laura Fickenscher, Franziska Sprinzl, Sophie Muras und Ayaka Koshida sowie den Juroren Magdalena Schrenk, Oskar Heimke, Elena Leisch, Sonja März, Luise Stanek und Erik Schindler, die nicht nur ihre Mitschüler, sondern auch den Wettbewerb nach Leibeskräften unterstützten.


Zurück