Budapest 2012

Studienfahrt nach Budapest

Während der Fahrtenwoche begleiteten mich 20 Schülerinnen und Schüler der Q11 nach Budapest, die Hauptstadt Ungarns. Nach einer Fahrt mit dem Nachtzug  stellte sich die äußerst motivierte Gruppe der Herausforderung, an einem umfangreichen Kulturprogramm teilzunehmen, sich in der Donaumetropole verkehrstechnisch zurechtzufinden und die Abgründe der ungarischen Sprache zu ergründen, was aber eher nicht gelungen ist. Die von etwas Müdigkeit gekennzeichneten Schülerinnen und Schüler konnten sich am ersten Tag bei einer Donauschifffahrt, die vom Wasser aus einen ersten Überblick über wichtige Sehenswürdigkeiten Budapests bot, und einem Spaziergang auf der als Naherholungsgebiet dienenden Margareteninsel erholen. Wie auch im letzten Jahr bot der große Springbrunnen im Park eine willkommene Abkühlung, auch wenn das Baden darin durch Warnhinweise ausdrücklich verboten ist. Aber die ungarische Sprache versteht eben keiner.
Auf der am Mittwoch stattfindenden dreistündigen Stadtrundfahrt lernte man weitere Highlights der Stadt kennen, wie z.B. den Heldenplatz, die Stephansbasilika, die Kettenbrücke, den Burgberg mit der Fischerbastei, das Szechenyi-Bad oder das Parlamentsgebäude, das am Nachmittag von innen besichtigt wurde. Um den Burgberg noch genauer zu erkunden und die Matthiaskirche, die Krönungskirche von Kaiser Franz Josef und Elisabeth, zu besichtigen, zog es uns am nächsten Tag wieder auf den Burgberg, der eine herrliche Aussicht auf das zum Weltkulturerbe zählende Panorama Budapests bietet. Eine weitere Besonderheit stellte der Besuch des Felsenkrankenhauses dar. Das während des Zweiten Weltkrieges in dem Höhlensystem unter dem Burgberg eingerichtete Hospital sollte auch die Versorgung von Verletzten nach einem möglichen Atombombenangriff zu Zeiten des Kalten Krieges sichern. Das erst in den letzten Jahren zum Museum ausgebaute Krankenhaus gewährte den Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in bedeutende Geschichtsabschnitte Ungarns.
Ein ganz anderer geschichtlicher Abschnitt wurde durch den Besuch des Militärlagers Aquincum vor den Toren Budapests beleuchtet. Das Ausgrabungsgelände der bis ins 4.Jahrhundert existierenden Hauptstadt der römischen Provinz Pannonia inferior verdeutlichte mit seinem archäologischen Park und Museum der Gruppe, dass auch weite Teile des heutigen Ungarns zum Römischen Reich gehörten.
Wegen der schweißtreibenden Julitemperaturen musste natürlich auch das die Bäderkultur des Landes widerspiegelnde Palatinusbad auf der Margarteninsel besucht werden. Auch andere Freizeitaktivitäten kamen nicht kurz. Während ein Teil der Gruppe die Kulturszene der Stadt unsicher machte, zogen andere auf Flohmärkte oder in die zahlreichen Einkaufsstraßen, um ihre letzten Forint loszuwerden.
Ich möchte mich sehr herzlich bei den Schülerinnen und Schülern bedanken für ihre Zuverlässigkeit und ihr großes Interesse an einer Stadt, die sicherlich zu den schönsten in Europa zählt, und hoffe, dass ihnen unsere Budapestfahrt, auch ohne ein ansatzweises Verstehen der Landessprache, noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.