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Achatschnecke zu Besuch im Jean-Paul-Gymnasium

Schüler der 8.Jahrgangsstufe für Unterricht zu begeistern, ist nicht immer leicht. Das vom Lehrplan vorgeschriebene Thema der Weichtiere, zu denen Muscheln, Schnecken und Tintenfische gehören, stößt daher selten auf Begeisterung.

Vor allem die heimischen Vertreter, unsere Schnecken, sind als schleimige, eklige Tiere und Feind jedes Gärtners eher verschrien. Dabei gibt es auch in unserer Heimat interessante und auch nützliche Exemplare dieser Tiergruppe, wie z.B. die bis zu 15 cm lange Tigernacktschnecke, die als natürlicher Feind der roten Wegschnecke gerade bei Gärtnern besonders gern gesehen wird. Meist sind es jedoch die „Exoten“, besonders große, kleine, schöne oder giftige Exemplare, die unsere Neugier wecken. Anlass für die Fachlehrer der Biologie am Jean-Paul-Gymnasium eine Kooperation mit dem Hofer Zoo zu initiieren, in dem auch Achatschnecken ihr zu Hause haben. Die eigentlich afrikanische Schneckenart kann bis zu 30 cm groß werden, ist wenig schreckhaft und eignet sich daher hervorragend für pädagogische Zwecke. So erlebten die Schüler der Klasse 8a und 8b am 12.Februar einen Biologie-Unterricht der etwas anderen Art. Vortragender war diesmal nicht die Lehrkraft, Frau Degenkolb, sondern Tierpfleger Philip Helm, der eine fast ausgewachsene Achatschnecke mitbrachte. Das ca. 20 cm große Tier, welches auch gestreichelt werden durfte, erweckte die Aufmerksamkeit und das Interesse aller Anwesenden, regte die Schüler zu vielen Fragen an und ließ die Unterrichtsstunde wie im Flug vergehen. An der Schnecke konnte der Körperbau der Weichtiere auf Grund der Größe gut studiert werden, so war nicht nur der Kopf mit den lichtsensiblen Fühlern und der Fuß besonders gut zu sehen, sondern auch das Atemloch. Herr Philip Helm ging zudem auf den Bau des Schneckengehäuses, die Evolution der Tiere und ihre Lebensweise ein. Als Dank für die außergewöhnliche und faszinierende Unterrichtsstunde unterstützt die 8. Jahrgangsstufe den Zoo durch Übernahme einer einjährigen Patenschaft für die Achatschnecken mit einen Beitrag von 60,-Euro.


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