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Bei der Meise mal umgeschaut

Wer seinen Blick hebt, wird sie schnell entdecken: Sechs Nistkästen zieren die großen Bäume im Schulhof des Jean-Paul-Gymnasiums und der Neustädter Schule.

Sie wurden im Frühjahr 2018 von fleißigen Schülern der Ganztagsbetreuung gebaut und aufgehängt. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von Herrn Wohlfahrt und einer seiner Praktikantinnen der Ökostation Helmbrechts. Nun wurden die Nistkästen vom diesjährigem Schulgarten-Wahlkurs erneut geleert und gereinigt. Dies ist notwendig, um Parasitenbefall vorzubeugen. Drei der Nistkästen waren bewohnt. An dem vorgefundenem Nistmaterial konnte man auch Rückschlüsse auf die Bewohner schließen. So waren zwei der Nester reichlich mit Moos und weichem Material gefüllt, was auf eine Meisenart als Brutpaar schließen lässt. Leider wurden auch Eier in beiden Nestern gefunden, ein Zeichen dafür, dass zumindest diese Brut nicht geschlüpft ist. Im vorgefundenen dritten Nest befand sich sehr sperriges Material wie kleine Ästchen. Möglicherweise diente der Nistkasten einem Starenpäarchen als Unterschlupf und Fortpflanzungsstätte. Durch das Aufhängen von Nistkästen werden Brutstätten für Höhlenbrütenden Vögel geschaffen. Diese finden in der Stadt auf Grund des zunehmend schwindenden Altbaumbestandes nicht immer natürliche Bruthöhlen. Das Aufhängen von Nistkästen soll dazu führen, die Zahl verfügbarer Brutstätten und damit auch die Anzahl der Singvögel in der Stadt wieder zu erhöhen. Wir sind gespannt, welche Vogelart sich im neuen Jahr bei uns im Schulhof niederlässt.


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