Veranstaltungen

Ein Plädoyer für eine humane Gesellschaft ohne Mauern

Den diesjährigen Dieter-Richter-Preis erhält Elisa Marie Yüzbasioglu.
Die Preisträgerin erhält die Ehrung im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Jean-Paul-Gymnasium verliehen, wo sie im Sommer 2020 ihr Abitur abgelegt hat.

Die Geehrte erhält den Preis für ihre außergewöhnliche Begabung, Eindrücke und Stimmungen in poetischer Sprache auszudrücken. In dem Gedicht „Mauern“ stellt sie das beeindruckend unter Beweis. Der Text ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine humane Gesellschaft ohne Mauern, der stilistisch versiert an die Traditionen der politischen Lyrik in Deutschland anschließt.


„[…] ´Drum schaudert´s mich

Von den Zehen bis zum Gesicht

Wenn man von Mauern spricht

Oder auch nur von einem großen Zaun

LEUTE wo bleibt das Vertrau´n?

WER kann sagen, was besser ist, was schlechter?

WER SEID IHR DENN? DIE WERTE-WÄCHTER?“


Die Dieter-Richter-Stiftung verfolgt das Ziel, die Erinnerung an Jean Paul, seine Heimat, seine soziale und geistige Umwelt und sein Nachleben wachzuhalten und zu pflegen. Sie möchte zudem Schüler ermutigen, sich forschend, schreibend und gestaltend mit Phänomenen der Literatur-, Sprach- und Kulturgeschichte auseinanderzusetzen. Die Stiftung wird treuhänderisch verwaltet von der Bürgerstiftung Hof.

Der Dieter-Richter-Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird einmal jährlich von dem emeritierten Germanistikprofessor Dieter Richter an Schülerinnen und Schüler des Jean-Paul-Gymnasiums vergeben. Richter war bis zu seiner Emeritierung Professor für Kritische Literaturgeschichte und literaturwissenschaftliche Methodenlehre an der Universität Bremen.


Die Preisträgerin 2020 hat ihren kreativen Schwerpunkt in der Lyrik. Aber auch schon erste Dramen und Kurzgeschichten sind bereits entstanden. Die Zukunft wird weisen, welchen Stellenwert die Schriftstellerei für sie haben wird. Aktuell ist sie Studentin an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern.


Zurück