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Fair Trade, ökologischer Fußabdruck und Impfpflicht – Am JPG wird wieder debattiert

Auch in Pandemiezeiten nimmt das JPG am bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil, selbst wenn die Bedingungen ein hohes Maß an Flexibilität von allen Beteiligten verlangen.

Am vergangenen Dienstag, dem 25.01.2022, traten zunächst die Klassensieger der neunten Jahrgangsstufe in zwei Vorrunden gegeneinander an. Debattiert wurde die Frage, ob man einen Schulabschluss an das Ablegen eines „Freischwimmer“-Abzeichens koppeln sollte. Mit geschickter Argumentation und sprachlicher Gewandtheit konnten sich Karla Kimler, Paula Rothemund (beide 9b), Finnja Stelzer und Lennart Anderseck (beide 9a) für die Finaldebatte qualifizieren. Hier ging es darum, ob der Verkauf von Schokolade künftig nur noch erlaubt werden sollte, wenn der verwendete Kakao unter fairen Bedingungen angebaut und geerntet wurde. Karla Kimler und Finnja Stelzer überzeugten die drei Schülerjurorinnen Paula Ehmann, Emely Michael und Lena Schaller sowie die beiden Lehrerjuroren, sodass sie als Schulsiegerinnen nun am Regionalwettbewerb teilnehmen dürfen. Vorbereitet wurden die jungen Jean-Paulaner in einer mehrwöchigen Unterrichtsreihe, in der sie lernten, ihre eigenen Argumente strukturiert vorzutragen und jene der Gegenseite geschickt zu widerlegen.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe zwei, die bereits über mehrere Jahre Debattenerfahrung verfügen, mussten ihren Wettbewerb am Nachmittag online austragen, da eine Vermischung unterschiedlicher Jahrgangsstufen in Pandemiezeiten vermieden werden sollte. Das Thema des Halbfinales war: „Sollen weiterführende bayerische Schulen wie das JPG dazu verpflichtet werden, ihren ökologischen Fußabdruck auszugleichen?“. Am Ende standen Hannah Zens, Eva Leupold, Holda Schwarzkopf (alle Q11) und Luisa Haßfurter (Q12) im Finale, in welchem sie das hochaktuelle Thema der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht debattierten. Trotz der späten Uhrzeit gelang es den Debattantinnen auf der Pro- und Contraseite, das doch schwierige Thema gründlich aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Schülerjuror Elias Stelzer (Q11) sowie seine Kolleginnen Ira von Locquenghien (Q11) und Annika Schuberth (Q12) fiel es schwer, sich für die beiden Sieger zu entscheiden. Am Ende gewannen mit knappem Vorsprung Hannah Zens und Luisa Haßfurter.

In Zeiten, in denen Fake News immer breiteren Raum einnehmen, ist die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen nach gründlicher Recherche von großer Bedeutung für junge Menschen. Auch eine gewisse Debattenkultur, die durch diese Unterrichtsreihe am JPG eingeübt wird, scheint ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum mündigen Bürger in der Demokratie zu sein.

Es nahmen folgende Schülerinnen und Schüler am Schulwettbewerb teil: Anikó Balaton, Nele Leupoldt, Karla Kimler, Paula Rothemund (alle 9b), Finnja Stelzer, Lennart Anderseck, Amelie Lehnert, Franziska Förster (alle 9a), Irem Gündüz, Helena Schindler (beide 10b), Holda Schwarzkopf, Hannah Zens, Eva Leupold, David Spörl, Leonie Vecile (alle Q11), Luisa Haßfurter (Q12).

Als Juroren waren im Einsatz: Paula Ehmann, Emely Michael, Lena Schaller (alle 9b), Rebecca Schmidt, Anne Gaida (beide 9a), Elias Himes, Ira von Locquenghien (beide Q11), Annika Schuberth (Q12).


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