Veranstaltungen

Fit fürs Studium

Auch in diesem Schuljahr fand am Jean-Paul-Gymnasium eine Veranstaltung der besonderen Art statt. Bereits zum siebten Mal jährte sich der inzwischen schon zu einer Institution gewordenen Abend der Wissenschaften, der unter dem Motto „Wissens(chaft) MACHT Schule“ stand.

An diesem Abend stellten ausgewählte Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe ihre Seminararbeit den zahlreich erschienenen Mitschülern der 10. und 11. Klassen, die diese Arbeit noch vor sich haben, Eltern und Lehrkräften vor.

Das so genannte Wissenschaftspropädeutische Seminar, kurz W-Seminar genannt, vermittelt den angehenden Abiturienten in der 11. und 12. Jahrgangsstufe Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und ist damit ein zentrales Element im schulischen Prozess auf dem Weg zur Studierfähigkeit. Dazu wählen die Schüler zu einem Rahmenthema eines Faches eine individuelle Thematik, zu der sie dann eine Seminararbeit nach universitärem Vorbild verfassen. Dabei werden sie von der Seminarlehrkraft begleitet.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste und Referenten durch den Schulleiter Stefan Klein in der Neuen Aula schwärmten die zahlreich erschienenen Besucher in die einzelnen Klassenzimmer aus, wo die insgesamt 16 Referenten sprachen. Und die Zuhörer staunten nicht schlecht, mit welchem Engagement und rhetorischer Kompetenz sie über ihre Abschlussarbeiten berichteten. Dabei präsentierten sie nicht nur die Hauptergebnisse, sondern gaben auch interessante Einblicke in den Entstehungsprozess ihrer Arbeiten. Die Zuhörer hatten die Qual der Wahl, mussten sie doch aus einer Vielzahl von Präsentation aus den fünf W-Seminaren auswählen, deren Rahmenthemen waren: Freizeit in der Antike (Latein), die Rolle des Geldes (Wirtschaft /Recht), der Erste Weltkrieg und seine Folgen (Geschichte), die Erde lebt, die Erde bebt – Naturphänomene (Geographie) und Musik und Sport – Gegensatz oder Gemeinsamkeit? (Musik).

So präsentierte Theresa Münzer im Leitfach Musik eine hochinteressante Arbeit zum Thema „Musik und Sport in der DDR – Freie Talententfaltung?“. In einem völlig freien und sprachlich geschliffenen Vortrag berichtete sie u.a. über das eingeschränkte musikalische Wirken des bekannten Liedermachers Wolf Biermann und sein Leben auf beiden Seiten der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Ein weiteres Beispiel für die große Bandbreite an Themen dieses Abends ist der Vortrag von Antonia Cerny, die im Leitfach Latein zum Thema „Gladiatorenkämpfe und ihre Bedeutung in der Politik und Unterhaltung“ referierte. Dabei zeigte sie sehr anschaulich den hohen Freizeitwert der Gladiatorenkämpfe für die römische Gesellschaft auf und legte den typischen Ablauf eines Gladiatorenkampftages dar, wie er aus Inschriften, beispielsweise aus Pompeji, und antiken Quellen belegt ist.

Am Ende eines rundum gelungenen und für alle gewinnbringenden Abends konnte man in zufriedene Gesichter blicken: Auf Referentenseite spürte man die Erleichterung, den Vortrag gemeistert zu haben, auf Zuhörerseite sah man stolze Eltern, aber auch dankbare Schüler der 10. und 11. Klassen, die gezeigt bekamen, wie ein gute W-Seminararbeit aussehen und präsentiert werden kann.


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