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„Greta“ zu Gast im JPG

Wie schon in der Woche vor den Osterferien hatten wir auch in der vor den Pfingstferien das Theater Hof bei uns in Schule zu Gast.

Diesmal waren es die sechsten und siebten Klassen, vor denen das Junge Theater darüber debattierte, wie sie sich für die Zukunft des Planeten engagieren können und ob das noch Sinn hat. Anlass dafür ist ein Besuch der Klimakämpferin Greta Thunberg in der Stadt, und nun machen sich zwei Mädchen mit einem Kumpel zum Schulstreik bereit.

Was für ein Tag! Heute, brüllen Alina, Betty und Claudio, heute „kommt Greta nach Hof“.Greata, die Große, nennen die drei sie auf einem der vielen Schilder und Plakate, die sie für die Kundgebung vorbereitet haben. Auf eine nachdenkliche, vor allem aber wilde Stunde dürfen sich die Kinder gefasst machen. Denn wie ein Sturmtrupp bricht das ABC-Team Alina (Alrun Herbing), Betty( Cornelia Wöß) und Claudio ( Sebastian Muth)zu ihnen durch und würde sie am liebsten gleich im Schlepptau mit zur Demo nehmen.

Die Welt, wie wir sie kennen, wird viel zu lang schon von uns Menschen bedenkenlos überhitzt, vergiftet, zugemüllt, ausgebeutet, droht unaufhaltsam wegzukippen in den Untergang. „Das echte Leben ist, dass der Planet verreckt.“ Darf man also „wegen ein paar Mathestunden die Zukunft aufs Spiel setzen“, fragen die drei provozierend ihr Publikum. Ist Schulstreik nicht viel wichtiger als Unterricht? „Hier lernt man nicht, wie man Überschwemmungen und Dürren verhindert. „Wir sind jung, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, skandieren sie lautstark wie aus einem Mund. Auch nachdenklichere Töne werden angestimmt, wenn Alina und Betty eine „Trauerrede“ auf die – schon verlorene? – Erde halten. : „Die allerletzte Diagnose hat unsere allerletzten Hoffnungen zerstört.“ Dann wieder mahnen sie lustig und großmäulig, tatendurstig und voller Zorn vor allem die Aktivistin Betty (Cornelia Wöß), besonnener und überlegter, aber resigniert ihre Mitstreiterin Alina (Alrun Herbing). Am wenigsten gehört (noch) Claudio zur Truppe; worum es geht, versteht er gut, doch hält er sich auch gerne raus und hat obendrein im Hinterkopf, was seine Chefin von ihm, dem Auszubildenden, erwartet.

Im Nachgespräch zeigen die Schülerinnen und Schüler, dass sie die Botschaft des ungewöhnlichen und gar nicht anspruchslosen Stücks der Autoren Guna Gürler und Lucien Haug in der Inszenierung von Marco Stickel durchaus verstanden haben. Mit persönlichen Beiträgen zeigen sie Problembewusstsein und beweisen, dass man vielleicht doch auch ohne Schulstreik lernen kann, wie sich Naturkatastrophen verhindern lassen.


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