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Hofer Stadtsiegerin liest sich ins Landesfinale

Aniko Balaton vom Jean-Paul-Gymnasium hat sich beim Bezirksfinale des Vorlesewettbewerbs in Bamberg gegen elf Konkurrenten durchgesetzt.

Mit der Zweitplatzierten Bambergerin Veronika Kuen wird sie Oberfranken beim Landesfinale im Münchner Landtag vertreten.

Gut vorzulesen, bedeutet, auch einmal nicht zu lesen. Pausen machen, den Text wirken lassen ‒ das kann die Zuhörer mehr mitreißen als ein atemloser Strudel aus Wörtern und Sätzen. Perfekt verstanden und umgesetzt hat das Aniko Balaton vom Hofer Jean-Paul-Gymnasium. Gegen elf weitere Stadtsieger Oberfrankens musste sie sich beim Vortrag eines vorbereiteten und eines fremden Textes in der Bamberger Stadtbücherei durchsetzen. Der bühnenreife Vortrag hat der Zwölfjährigen den ersten Platz beschert. Gemeinsam mit Veronika Kuen aus Bamberg wird sie nun die Region im Landesfinale am 27. Mai in München vertreten und darf auf den Einzug ins Bundesfinale am 26. Juni in Berlin hoffen ‒ und das in der 60. Auflage eines der größten Schulwettbewerbs Deutschlands mit bundesweit rund 600 000 teilnehmenden Sechstklässlern, veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung.

Fast schon szenisch trug Aniko Balaton ihren Wahltext „Mein Lotta Leben ‒ Wenn die Frösche zweimal quaken" von Alice Pantermüller vor und wirkte dabei überaus keck, unbekümmert und sympathisch. Das kam natürlich sowohl bei der fünfköpfigen Jury als auch beim Publikum gut an. Auch privat ist Aniko eine begeisterte Vielleserin. Ihre sichere Stimme schult sie wöchentlich im Schulchor des Jean-Paul-Gymnasiums, ihre Bühnenpräsenz in der Musicalklasse. „In der 5. und 6. Klasse bieten wir dieses Projekt an“, sagt Schulleiter Stefan Klein. „Tanz, Gesang und szenisches Spiel stehen für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler jede Woche auf dem Stundenplan. Das schult ungemein.“

Ihre reichhaltige Lese- und Vortragserfahrung konnte Aniko Balaton dann auch beim Vortrag des unbekannten Textes in die Waagschale werfen: „Agatha Oddly – Das Verbrechen wartet nicht“ von Lena Jones. Wiederum musste sie als Erste vor Jury und Publikum treten, was sie unbeeindruckt meisterte. Sie war sofort mittendrin und zog auch die Zuhörer direkt ins Geschehen.

Schließlich war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Bamberger Jury Aniko Balaton ganz vorne auf ihrer Siegerliste stehen hatten. Reichlich belohnt mit neuem Lesestoff und schmucker Urkunde kehrte sie nach Hof zurück und bereitet sich dort auf die nächste Etappe vor. Denn für München braucht sie einen neuen Vortagstext ‒ wie für die bereits vorangegangenen Ausscheidungen. Ein Prinzip, das den hohen Anspruch dieses Wettbewerbs verdeutlicht.


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