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JPG erhält hohes Preisgeld für sein Energiesparkonzept

Energiesparen in Zeiten der Digitalisierung und einer Pandemie- ein Ding der Unmöglichkeit?

Hoffentlich nicht! Die Schüler und Lehrer des Jean-Paul-Gymnasiums erarbeiteten nun ein Konzept, in dem Energiesparen in der Schule, aber auch zu Hause im Mittelpunkt stand. Dabei ging es einerseits um Aufklärung und andererseits um das Aufzeigen konkreter Handlungsmöglichkeiten.

In einem zweistündigen Online-Seminar zum Thema „Energievision 2050“ für die Jahrgangsstufen 9 und 10 wurden Fakten zum Energieverbrauch und alternative Energiequellen sowie Energiesparmaßnahmen aufgezeigt und auch durch Schülerteams diskutiert und zusammengetragen. In den Unterstufenklassen wurden einige Spiele und Quiz zum Thema Energiesparen und dem ökologischen Fußabdruck durchgeführt. Mit Infrarotaufnahmen konnte der immense Wärmeverlust durch das Lüften aufgezeigt werden und für einen Zeitraum von fast zwei Monaten wurde der Stromverbrauch der Schule näher unter die Lupe genommen. Durch Leihgeräte der Stadtbücherei konnten Schüler/innen aber auch im privaten Umfeld ihren Stromverbrauch bestimmen. Außerdem sammelten die Umweltbeauftragten der Klassen 5 bis 10 Energiespartipps, die dann im Dezember als digitaler Adventskalender am digitalen Schwarzen Brett der Schule und auf dem Schulserver mebis veröffentlicht wurden. Konkrete Maßnahmen zum Energiesparen in der Schule waren unter anderem das Aufhängen von Schildern, die die Schüler/innen und Lehrer/innen daran erinnern sollten, das Licht beim Verlassen der Klassenzimmer auszuschalten. Die Lehrercomputer wurden so eingestellt, dass sie 18:00Uhr automatisch herunterfahren - für den Fall, dass dies noch nicht geschehen sein sollte. In der Schule verfügbare Laptops und Tablets werden zukünftig über Zeitschaltuhren nur für eine bestimmte Zeitspanne geladen, um Energie einzusparen. Aber auch Maßnahmen, die schon seit längerer Zeit in der Schule etabliert sind, trugen zur Verringerung des Energieverbrauchs bei, indem sie Recyclingprozesse fördern oder anders Rohstoffe einsparen, deren Gewinnungs- und Verarbeitungsprozesse immens energieaufwendig wären. Beispiele hierfür sind die Verwendung von Recycling-Kopierpapier, von Mehrwegflaschen im Getränkeautomaten, der Verzicht auf Einwegbecher am Automat für Heißgetränke oder die Mülltrennung, die ein Recycling von Leichtstoffen und Altpapier ermöglicht. Auch zur Mobilität hat das Jean-Paul-Gymnasium schon einige Projekte durchgeführt. So gewannen zwei Unterstufenklassen im Schuljahr 2019/2020 beim Wettbewerb „FahrRad für´s Klima“ des Verkehrsclub Deutschlands (VCD) einen Klassenpreis und die letzten zwei Schuljahre erhielt das JPG zweimal den dritten Platz bei der Teilnahme am Stadtradeln-Wettbewerb. Hierbei konnten fossile Energieträger eingespart und der CO2 Ausstoß reduziert werden.

All diese Projekte überzeugten beim Energiesparwettbewerb der Stadt Hof und der Stadtwerke Hof, so dass sich die Schulfamilie des Jean-Paul-Gymnasiums nun über ein Preisgeld von 5000,00 Euro freuen kann. Dieses soll für weitere Umwelt- und Klimaschutzprojekte der Schule eingesetzt werden.

Der Scheck wurde nun am 23.02.2022 im Jean-Paul-Gymnasium von Herrn Jean Petrahn persönlich, den Geschäftsführer der Stadtwerke Hof, an vier Unterstufenschüler/innen übergeben, die bei der Durchführung des Wettbewerbs maßgeblich beteiligt waren. Auch die Oberbürgermeisterin Frau Eva Döhla, die Klimabeauftragte der Stadt Hof, Frau Ute Fischer, sowie der Direktor des Jean-Paul-Gymnasiums Herr Stefan Klein waren bei der Übergabe des Preisgeldes anwesend und gratulierten den Schülervertretern und der betreuenden Lehrkraft Frau Kristin Strobel. Für die anwesenden Schüler und Schülerinnen der 5.Klasse hielten die Stadtwerke noch eine Überraschung bereit – sie erhielten praktische Freizeitrucksäcke als zusätzliches Dankeschön für ihr Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz.


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