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JPG etablierte Schülerunternehmen auf regionalem Markt

Höhere Renditen als bei DAX-notierten Unternehmen Das P-Seminar Wirtschaft und Recht am Jean-Paul-Gymnasium unter Leitung von Frau Studienrätin Barbara Leupold hat seine „kleine Aktiengesellschaft“ aufgelöst und nach dem Vertrieb des „Hofer Hausaufgabenhefts“ die Aktien mit hoher Rendite an seine Anteilseigner ausgezahlt.

Im Mai dieses Jahres haben zwölf Schülerinnen und Schüler des Jean-Paul-Gymnasiums Hof im Rahmen ihres P-Seminars ein so genanntes „JUNIOR-Schülerunternehmen“ gegründet. (Wir berichteten.)

Unterstützung erhielten sie hierbei von der Firma JUNIOR gGmbH des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, die den rechtlichen Rahmen – wie z.B. den Firmennamen – sowie die Ausgabe der 90 Aktien in Papierform absicherte. Enthusiastisch stellten sie damals ihre Unternehmung „HEFFTIG.jpg“ vor. Deren Namen stellt schon einen Hinweis auf ihr eigentliches Produkt dar: die Schülerinnen und Schüler haben mit ihrer Wirtschaft-und-Recht-Lehrerin, Studienrätin Barbara Leupold, ein regionales Hausaufgabenheft erarbeitet.

Die Schüler hatten Inhalte in „ihr Hausaufgabenheft“ gepackt, die sie immer vermisst haben – wie z.B. regionale Termine und Sport-, Freizeit-, Lern- und Anti-Stress-Tipps. Die Firma „HEFFTIG.jpg“ stützte sich bei der Umsetzung ihrer Ideen auf verlässliche Partner. Einerseits wurde der Marktführer für Schülerplaner, „HÄFFT“ aus München, ins Boot geholt, welcher übrigens selbst als JUNIOR-Unternehmen Anfang der 90er Jahre gegründet wurde. Andererseits – und das war den Jugendlichen besonders wichtig – arbeiteten sie mit regionalen Unternehmen zusammen, die sie als Werbepartner tatkräftig unterstützten. Im Rahmen ihrer Auflösungsversammlung konnten die Schülerinnen und Schüler diesen heute sehr herzlich für ihre Werbepositionierung in ihrem „Hofer Hausaufgabenheft“ danken, genauso wie der Schulleitung, Stefan Klein und Mathias Seifert, dem Elternbeirat und ihrer Wirtschaft-und-Recht-Lehrerin Barbara Leupold für deren Unterstützung.

Die „Hofer Hausaufgabenhefte“ wurden Mitte Juli im Hofer Buchhandel sowie bei der Firma „HEFFTIG.jpg“ direkt vertrieben. Grundsätzlich hätten die Schüler nach der offiziellen Auflösungsversammlung im Ausbildungsabschnitt 12/1 sogar die Möglichkeit, das Unternehmen nach ihrer Schulzeit als Gründer weiterzuführen.

Till Hoffmann erklärte als Leiter der Buchführungsabteilung ausführlich und fundiert die Geschäftsbewegungen: die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die abschließende Bilanz wurden den Aktionärinnen und Aktionären, den Werbepartnern und den Vertretern der Hofer Buchhandlungen erläutert.

Die Jugendlichen können jetzt, nach sechs Monaten, auf eine äußerst erfolgreiche Geschäftszeit zurückblicken. Mit ihrer erläuterten Firmenstrategie haben sie es geschafft, innerhalb dieses doch sehr kurzen Geschäftsjahres hohe Gewinne zu erwirtschaften. Die Aktien, die im Mai für 10 € an Mann und Frau gebracht wurden, haben sich in ihrem Wert mehr als verdoppelt.

Der Schüler Felix Plenk erklärte durchaus selbstbewusst, dass eine Anlage in ein DAX-notiertes Unternehmen keine Renditen von 120 % innerhalb der letzten sechs Monate erbracht hätten. Die Aktionäre freuten sich und nahmen gern ihre auf 22 € angewachsenen Aktien entgegen. Die Mehrzahl der Auszahlungen landete zur Freude der Schüler im Spendenglas. Alle Spenden des Abends möchten sie für die Durchführung ihrer Abiturfeierlichkeiten dem ganzen Jahrgang zur Verfügung stellen.

Die Schülerin Ayaka Koshida erläuterte die persönlichen Erfahrungen des Kurses: „Kommunizieren mit fremden Erwachsenen, Geschäftspartnern und Kunden, selbst Gründer einer Firma zu sein – wer kann nach dem Abitur solche Erfahrungen vorweisen? Wir sind alle daran nicht nur fachlich, sondern vor allem auch menschlich gewachsen.“

Darauf sei Frau Leupold, wie sie sagt, besonders stolz: Die Schützlinge hätten völlig selbstständig – lediglich mit einer helfenden Hand der Lehrkraft – ihr Unternehmen betrieben. Und das Ganze auch noch so erfolgreich – in so kurzer Zeit, die ein P-Seminar eben bietet! Persönliche und soziale Kompetenzen der Schüler wurden in höchstem Maße gefördert. Ein paar seien vom „Geschäftsvirus“ so infiziert, dass sie ihr Berufsziel selbst als Unternehmer sähen.


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