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„Lesen heißt Wandern gehen in ferne Welten“ (Jean Paul)

Leseförderung von Zuhause aus – eine ganz besondere Herausforderung

Trotz aller digitaler Möglichkeiten – Lesen bleibt eine der wichtigsten und grundlegendsten Kompetenzen, um erfolgreich durchs Leben zu wandern. Dieser Grundgedanke war Anlass für die Fachschaft Deutsch, sich ein ganz besonderes Projekt auszudenken, um die Schüler:innen zum Lesen auch oder gerade abseits des Bildschirms zu motivieren. Dem Sinnspruch des schulischen Namensgebers entsprechend wurde schließlich ein ganz besonderer „Leseweg“ beschritten und entsprechend ein „Lesemarathon“ kreiert, der in „ferne Welten“ führen sollte, das heißt an besondere Orte und zu ungewohnten Lesesituationen. Dabei mussten jedoch keine realen Strecken-Kilometer zurückgelegt werden. Vielmehr galt es, 21 Leseaufgaben zu bewältigen, die äußerst vielfältig gestaltet waren: Neben dem Vorlesen für andere, Lesen an besonderen Leseorten, Exkursionen zu öffentlichen Bücherschränken oder dem Austausch mit den Eltern über das ehemalige Lieblingsbuch, gab es auch Lesestationen zu Bastelanleitungen, Kochrezepten oder Witzen. Viele Etappen konnten alleine bewältigt werden, andere dagegen setzten einen dialogischen Partner voraus – natürlich immer in einer Weise, dass die geltenden Kontaktbeschränkungen eingehalten werden konnten. So sollte auch das gemeinschaftliche Miteinander während der langen Phase des Distanzunterrichts nicht zu kurz kommen. Die Einschränkungen während des Lockdowns bestimmten auch die Gestaltung etlicher anderer Stationen: Statt etwa eine Buchhandlung oder eine Bücherei persönlich aufsuchen zu müssen, musste telefoniert oder im Internet recherchiert werden. Immer stand dabei in allererster Linie der Spaß an der Welt der Buchstaben im Vordergrund.

Zwar hatten sich die Deutschlehrer:innen zunächst gedacht, das Projekt sei v.a. etwas für die Klassen der Unterstufe – bald forderten aber auch höhere Jahrgangsstufen das Recht auf eine Teilnahme und damit die Chance ein, einen zusätzlichen Wandertag zu gewinnen. Ein schöneres Feedback kann es für eine solche Aktion sicherlich nicht geben!

Dokumentiert wurden die Ergebnisse über die schulische Lernplattform und die Einreichungen übertrafen schließlich alle Erwartungen: Der überwiegende Teil der Schüler:innen der 5. und 6. Jahrgangsstufe hatte sich beteiligt, die Entscheidung für den Klassensieger fiel daher denkbar knapp aus. Aber insbesondere die Fotos der öffentlichen Bücherschrankbesuche im ganzen Landkreis Hof sowie die Fotos von den besonderen Leseorten lieferten so tolle Motive, dass zunächst eine Ausstellung im Schulhaus damit gestaltet wurde. Dank der spontanen Unterstützung des Theaters Hof konnten schließlich aber auch die drei besten Motive bzw. die fleißigen Leserinnen darauf noch einmal extra ausgezeichnet werden: Die Siegerinnen Karolina Kurek (5c), Lea Pechmann (6b) und Emma Rödel (6c) sowie je eine Begleitung freuten sich riesig, dass sie sich nun auch einmal entspannt zurücklehnen und genießen dürfen.


OStRin Dr. Jasmin Stöcker für die Fachschaft Deutsch


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