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Mut machen für die Zukunft

Johannes Haushofer zu Besuch am Jean-Paul-Gymnasium

Vor gut 20 Jahren hat Johannes Haushofer Abitur am JPG gemacht. Mittlerweile ist er viel in der Welt herumgekommen. Als gebürtiger Oberkotzauer und engagierter Schülersprecher ist er noch vielen Lehrkräften am JPG in guter Erinnerung.

Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 nahm sich Haushofer viel Zeit. „Wichtig ist, dass man sich für sein Studienfach richtig interessiert, dann kann man auch so manche Krise durchstehen.“ Diese Grundhaltung vertritt Haushofer, der selbst nach Bachelorabschlüssen in Psychologie, Physiologie und Philosophie in Oxford und einer Promotion in Neurobiologie in Harvard noch einmal alles auf Null gedreht hat: „Ich will mit dem, was ich mache, etwas bewegen. Es soll für die Menschheit bedeutsam sein.“ Deshalb promovierte Haushofer in Zürich noch in Volkswirtschaft. „Früher habe ich gedacht, dass Wirtschaft nur etwas mit Geldmachen zu tun hat. Heute weiß ich, dass ich als Volkswirt ganz gezielt und wissenschaftsbasiert etwas gegen die Armut in der Welt tun kann.“ Heute ist Haushofer Professor für Volkswirtschaft an der Universität in Stockholm.

Natürlich wollten die Schülerinnen und Schüler von dem ehemaligen JPGler viel wissen: Wie schafft man es nach Oxford und Harvard an die Universität? Verkraftet eine solch beeindruckende Karriere auch Niederlagen? Ist wissenschaftsbasierte Feldforschung wirksam?

Haushofer ging auf alle Fragen ein und machte den Schülerinnen und Schülern Mut, sich auf die Suche nach ihren eigenen Stärken zu machen. „Vielleicht studiere ich ja doch noch einmal Mathematik. Das wollte ich nach dem Abi. Habe mich aber davon abbringen lassen. Ich glaube, das war ein Fehler“, sagte Haushofer mit einem Schmunzeln im Gesicht. Dass er sich einem Mathe- oder Medizinstudium noch einmal stellen würde, wenn er den Zeitpunkt für den richtigen hielte, bezweifelte nach dieser beeindruckenden Veranstaltung keiner mehr. So macht man jungen Menschen Mut auf die Zukunft.


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