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Vortrag Herr Peter Pinter

zum Thema "Beschönigung, Betrug, Parteinahme - Kann man den Wissenschaften noch vertrauen?"

Wie verlässlich sind eigentlich die Informationen, mit denen uns die Medien tagtäglich überschütten? Sind Männer in Mathematik tatsächlich besser als Frauen, wie eine Studie behauptet? Kann man durch bewusst gesteuerte Gehirnströmen mit anderen Menschen kommunizieren? Wie kommt es, dass der Vorsitzende der Grünen Robert Habeck laut Politbarometer im Juni der beliebteste Politiker in Deutschland war?

Im Vortrag, den Diplomingenieur Peter Pinter am Montag auf Einladung der Schule in der neuen Aula hielt, gab es auf diese Fragen sehr begründete und auch überraschende Antworten. Die Schüler und Schülerinnen der neunten und zehnten Klassen bekamen gezeigt, wie man mit Hilfe von genauem Hinsehen und auch mit mathematischen Überlegungen viele irreführenden Nachrichten entlarven kann. Und auch wie eine Nachricht überhaupt erst zustande kommt, wie man sie manipulieren kann, um ihren Wahrheitsgehalt zu verändern.

Am Beispiel der gemessenen Werte einer Geschwindigkeitskontrolle wurde deutlich, dass man aus denselben Daten ganz unterschiedliche Aussagen und Beurteilungen gewinnen kann, je nachdem wie der eine viel zu schnelle Autofahrer in die Auswertung eingeht. Wenn man nur den Mittelwert bildet, kommt heraus, dass die Autos grundsätzlich zu schnell sind. Nimmt man den Median als Wert, dann gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. Und bei der Meinungsumfrage können Herrn Habeck nur diejenigen Personen beurteilen, die ihn auch kennen. Die Mehrzahl aller Befragten fällt dabei unter den Tisch und es entsteht ein verzerrtes Bild.

Mit der Ermahnung, vor allem auf den eigenen Verstand zu setzen und alles Auffallende kritisch zu hinterfragen, entließ Herr Pinter die Schüler nach einem 90-minütigen Vortrag und einer kurzen Diskussion.


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