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Wissens(chaft) MACHT Schule – Die W-Seminare am Jean-Paul-Gymnasium präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Es ist Montag, der 15. März 2021, gegen 18.30 Uhr. Das Wetter draußen ist trüb und windig und erinnert eher an einen Winterabend als an den bevorstehenden Frühlingsanfang.

Rund 120 Personen tummeln sich im virtuellen Schulgebäude des Jean-Paul-Gymnasiums und genießen spürbar die Atmosphäre der Schulfamilie und des gemeinsamen Erlebens gepaart mit dem wohlwollenden Gefühl, das eigene Zuhause nicht verlassen haben zu müssen.

Zehn jugendliche Referentinnen und Referenten haben sich in drei verschiedenen Räumen zusammengefunden, um die Ergebnisse ihrer Arbeiten in den drei W-Seminaren noch einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren. So hört und sieht die interessierte Zuhörerschaft den Vorträgen des Abiturjahrgangs 2021 gebannt zu und ist von der Vielseitigkeit der Themen überrascht und beeindruckt. Im Seminar „Die Frau in der Antike“ im Fach Latein, betreut von Studienrat Thomas Regenfuß, setzte sich Amélie von Locquenghien mit der Bedeutung der Prostitution in der römischen Antike auseinander, wohingegen der Fokus von Carl Leopold Sperrer, Alexander Kick und Dominik Kusmierz auf dem Einfluss von Agrippina, Kleopatra und Livia, drei Frauen von unterschiedlicher Bedeutung, lag. Unter Betreuung von Oberstudienrat Stefan Klein beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der friedlichen Revolution, der Wende und Wiedervereinigung 89/90. Dabei machte Franziska Sprinzl interessante Entdeckungen zum Leben an der Grenze mit kulturellen Unterschieden besonders in Bezug auf das Theater- und Kinoprogramm in Hof und in Plauen zu dieser Zeit. Jana Seifert beschäftigte sich intensiv mit der wirtschaftlichen Lage der DDR zur Wendezeit und Jakob Böger legte sein Augenmerk auf oppositionelle Jugendbewegungen in der DDR. Ganz sportlich ging es im dritten Seminar zu. Oberstudienrat Dr. habil. Michael Bauer leitete die Seminaristen und Seminaristinnen dazu an, sich mit Fragestellungen der Sportpädagogik und Sportdidaktik auseinanderzusetzen. Dabei hätte Ella Fügs Arbeit über den Schulsport im Kontext politischer und gesellschaftlicher Systeme als Vergleichsstudie zwischen der DDR und dem Bundesland Bayern inhaltlich auch Platz im Seminar Geschichte gefunden. Die Auseinandersetzung mit dem perfekten Sportunterricht als solches war der zentrale Bestandteil von Tabea Neuderts Arbeit, während sich Magdalena Schrenk mit der Fragestellung des Einsatzes von karnevalistischem Tanzen im schulischen Sportunterricht auseinandersetzte.

Alle zehn Referierenden meistern die Aufgabe mit Bravour, denn es ist wahrlich nicht einfach, einen Vortrag ohne wirklich sichtbares Publikum zu halten und daneben auch noch die technischen Herausforderungen ohne den räumlichen Beistand der Lehrkräfte anzugehen. Im Anschluss an die Präsentationen stehen die Schülerinnen und Schüler vor allem den Jahrgängen 10 und 11 noch versiert Rede und Antwort und können so die ein oder andere Ungewissheit und Sorge bestimmt nehmen.

Es ist Montag, der 15. März 2021, gegen 20:15 Uhr. Das Wetter draußen ist immer noch unangenehm kalt und winterlich stürmisch. Die rund 120 Zuschauerinnen und Zuschauer haben das virtuelle Schulgebäude des Jean-Paul-Gymnasiums zufrieden und mit vielen Eindrücken verlassen, dankbar darüber, dass es junge Menschen gibt, die sie an diesem Abend auf ihre Reise bis zur Abgabe der Seminararbeit mitgenommen und interessante Einblicke gewährt haben.

Zu sehen sind die Schülerinnen und Schüler, die den Abend des W-Seminare am Jean-Paul-Gymnasium gestalteten: Hinten von links: Carl Leopold Sperrer, Jakob Böger, Dominik Kusmierz, Mitte von links: Alexander Kick, Amélie von Locquenghien, Magdalena Schrenk

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