Phoenix Theatre Schuljahr 2016/2017

Theaterluft am JPG

Rhianna und Joe als Romeo und Julia

„Nach Gott hat Shakespeare am meisten geschaffen”, bemerkte bereits der französische Schriftsteller Alexandre Dumas anerkennend. Und vergegenwärtigt man sich die zahlreichen Theaterfiguren, die uns der englische Barde hinterlassen hat, so scheint es tatsächlich schwer möglich, dass ein anderer Schriftsteller William Shakespeare jemals übertreffen könnte. Ob Othello, Hamlet, König Lear oder Richard III. – Shakespeares Figuren sind auch heute noch von den großen internationalen Bühnen kaum wegzudenken. Dies war für die Englischfachschaft des Jean-Paul-Gymnasiums Grund genug, dem Autor, dessen Todestag sich am 23. April dieses Jahres zum 400. Mal jähren wird, zu gedenken.

Am späten Vormittag des 03.02.2016 versammelten sich daher die Schüler der zehnten und elften Jahrgangsstufen in der neuen Aula des Gymnasiums, um sich gemeinsam "Shakespeare’s Bottom or To the Bottom of Shakespeare" anzusehen, ein englischsprachiges Theaterstück, dessen humoristischer Titel bereits zu Beginn der Aufführung für einiges Gelächter sorgte. Rhianna Compton und Joseph Glenny, die beiden Schauspieler des Phoenix Theatre, führten innerhalb der nächsten Stunde mit reichlich Witz, Charme und jeder Menge schauspielerischem Talent im Eiltempo durch die beiden Dramen „Romeo und Julia“ und „Macbeth“, und da es für beide Stücke freilich ein wenig an Figurenpersonal und Kulissen fehlte, wurde das zu Beginn sich noch ein wenig sträubende Publikum kurzerhand mit einbezogen. Schnell verwandelten sich mithilfe einfachster Requisiten einzelne Schülerinnen und Schüler in Amme und Mönch, Capulet und Montague, Löwe, Baum oder Mauer.

Zugegeben, Shakespeares Sprache, das Frühneuenglische, stellte anfangs schon eine kleine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe dar. Doch gelang es den Darstellern des Phoenix Theatre, durch humorvolle Erläuterungen, moderne Gesangseinlagen sowie zuweilen urkomische Gestik und Mimik Verständnisprobleme schnell zu beseitigen.

Am Ende standen Rhianna und Joe, wie sie sich den Schülern vorstellten, noch für Fragen zur Verfügung, mit denen sie dann auch gelöchert wurden. Dabei sollte dann nicht mehr nur Shakespeare im Mittelpunkt stehen, sondern auch das Privatleben der jungen Schauspieler, die bereitwillig von ihrer Ausbildung, ihren Erfahrungen mit deutscher Esskultur, ihren abenteuerlichen Erlebnissen bei anderen Schulaufführungen oder ihrer Liebe zur Queen berichteten.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle Inszenierung des Phoenix Theatre unter der Leitung von Kristi-Anne Seth und für die Geduld und Warmherzigkeit Rhianna Comptons und Joseph Glennys, die uns nicht nur Shakespeares Werk, sondern auch ihren englischen Humor näher brachten, und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.