Ausgezeichnete Geschichtsprojekte: Preisverleihung des NORDOBERFRÄNKISCHEN VEREINS in der Neuen Aula
In der Neuen Aula des Jean-Paul-Gymnasiums fand Ende Februar die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs des NORDOBERFRÄNKISCHEN VEREINS für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e.V. statt. In einem würdigen Rahmen wurden Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise mit regionalen Themen auseinandersetzen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 900 Euro vergeben.
Mit einem Preisgeld von 500 Euro wurde das Podcast-Projekt „Hofdamen“ geehrt. In ihrer Laudatio würdigte die Jury das Projekt als beispielhaft für gelungene, moderne Geschichtsarbeit. Besonders hervorgehoben wurden die intensive Recherche zur Gleichberechtigung von Frauen in Stadt und Landkreis Hof, die eigenständige Organisation und Durchführung von Interviews sowie die professionelle mediale Umsetzung. Die Schülerinnen und Schüler hätten historische Entwicklungen fundiert aufgearbeitet und diese in einem zeitgemäßen Format einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Jury betonte, dass das Projekt Kompetenzen fördere, die deutlich über schulische Anforderungen hinausgehen: analytisches Denken, Medienkompetenz, Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und eine reflektierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Die transparente Dokumentation des Arbeitsprozesses überzeugte ebenso wie die klare Struktur der Arbeitsteilung.
Einen weiteren Höhepunkt bildete die Verleihung eines Anerkennungspreises an eine Schülergruppe der OGTS. In der Laudatio wurde die kreative und zugleich sorgfältige Beschäftigung mit Sagen aus Hof besonders gewürdigt. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten regionale Überlieferungen, bereiteten diese verständlich auf und illustrierten sie künstlerisch. Die Jury lobte das Engagement, die Fantasie sowie die nachvollziehbare Darstellung des Arbeitsprozesses. Gerade die Verbindung von regionaler Geschichte, kulturellem Erbe und kreativer Gestaltung sei ein überzeugendes Beispiel für lebendige Landeskunde.
Die Laudationes machten deutlich, dass der Wettbewerb des NORDOBERFRÄNKISCHEN VEREINS nicht nur die inhaltliche Qualität der Projekte bewertet, sondern auch Eigenständigkeit, Teamleistung und transparente Dokumentation in den Mittelpunkt stellt. Die Preisverleihung in der Neuen Aula unterstrich eindrucksvoll, wie engagiert sich Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte und Kultur ihrer Region auseinandersetzen – und wie schulische Projekte weit über das Klassenzimmer hinauswirken können.