Clevere Konstruktionen:
Wie die Natur Architektur und Technik revolutioniert
Am 7.7.2026 befassten sich die Teilnehmer des Begabtenkurses „Bionik“ zum letzten Mal mit dem Zusammenspiel von Natur und Technik. Im Fokus stand diesmal die sogenannte Konstruktionsbionik. Anhand verschiedener Beispiele lernten die Schüler und Schülerinnen, welche Strukturen aus der Natur als Vorbild insbesondere für die Architektur dienten. So konnte beispielsweise das Kühl- und Lüftungssystem eines Termitenhügels auf einen Gebäudekomplex übertragen werden, der in Simbabwe dank der cleveren Konstruktion nun auf natürliche Weise belüftet und damit sehr energiesparend klimatisiert wird.
Nach der Theorie folgte die Praxis im Klassenzimmer. Die zehn Teilnehmenden erforschten die Flexibilität biologischer Strukturen und bauten Fin Ray Greifer aus Papier. Die Greifarme nach dem Vorbild von Fischflossen geben bei Druck nicht nach, sondern wölben sich um den Gegenstand herum, so dass ein Ergreifen von Gegenständen jeglicher Form mit zwei bis drei Greifern dieser Art möglich ist. Außerdem untersuchte die Gruppe das Vorkommen von Faltstrukturen in der Natur. Als Übertragung auf die Technik versuchten sich die Schüler an der sogenannten Miura-Faltung, die in ähnlicher Art und Weise auch bei faltbaren Solarsegeln im Weltall Anwendung findet.
Am Nachmittag besuchte der Kurs die Hochschule Hof. Nach einer theoretischen Einführung durch Prof. Dr. Karall wartete eine knifflige Team-Challenge auf die Jugendlichen: der Bau einer Brücke. Den Gruppen standen hierbei lediglich Papier, Schere, Strick, Kleber und Klebestreifen zur Verfügung. Alle Teams erreichten das Ziel: eine Brücke, welche mindestens 80 cm überspannen und eine Duplopackung tragen konnte.
Ein großes Dankeschön an Prof. Dr. Karall und der Hochschule Hof für die tolle Unterstützung!