Zehnte Klassen besuchen das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts unternahmen die zehnten Klassen unserer Schule eine Exkursion in das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth. Der kleine Ort an der ehemaligen innerdeutschen Grenze wurde wegen seiner Teilung durch Mauer, Grenzzaun und Sperranlagen auch als „Little Berlin“ bekannt und ist heute ein bedeutender Erinnerungsort der deutschen Geschichte.
Nach einer Einführung in die Geschichte der deutschen Teilung führte ein Rundgang über das weitläufige Außengelände. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler originale Grenzanlagen mit Wachturm, Signalzäunen, Suchscheinwerfern und Grenzmauer besichtigen. Besonders eindrucksvoll war die Vorstellung, wie das Dorf über Jahrzehnte hinweg in einen bayerischen und einen thüringischen Teil getrennt war und Familien sowie Freunde nicht mehr zueinander gelangen konnten.
Während der Führung erhielten die Jugendlichen zahlreiche Informationen über den Alltag an der innerdeutschen Grenze, Fluchtversuche sowie die Auswirkungen der Teilung auf die Menschen vor Ort. An den authentischen Schauplätzen wurde Geschichte anschaulich und greifbar, indem das Museum historische Informationen mit Originalobjekten verbindet.
Der Besuch in Mödlareuth war für alle Beteiligten eine eindrucksvolle Erfahrung. Er verdeutlichte, welchen Wert Freiheit, Demokratie und ein friedliches Miteinander haben. Die Exkursion ergänzte den Unterricht auf besondere Weise und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, deutsche Zeitgeschichte an einem authentischen Lernort unmittelbar zu erleben.